Paarungszeit sorgt für viele Nachweise

05.03.2026

Fotofallenbild von Luchskuder Ionel © Luchs Thüringen
Fotofallenbild von Luchskuder Ionel © Luchs Thüringen

Die im Projekt freigelassenen Luchse werden derzeit besonders häufig über Fotofallen nachgewiesen, was vor allem an der im Februar ihren Höhepunkt erreichenden Paarungszeit liegt. In dieser Phase sind vor allem die männlichen Tiere verstärkt unterwegs, um Weibchen zu finden und um ihre Reviere zu markieren.

So konnten in der Nähe von Oehrenstock im Ilm-Kreis mehrfach der besenderte Luchs Ionel und bei Sachsenbrunn der Kuder Viorel dokumentiert werden; beide stammen als Wildfänge aus den rumänischen Karpaten. Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen erscheinen regelmäßig die aus Gehegen stammenden Tiere Frieda und Kilian auf den Aufnahmen. Weitere Fotos zeigen den Luchs Osram im Thüringer Schiefergebirge nahe Lichtentanne; Osram ist ein im Sommer 2024 von Bayern umgesiedelter Waisenluchs, der inzwischen ein eigenes Streifgebiet in Südthüringen hat. Weitere Zuwanderer aus Nordbayern wurden in den letzten Monaten ebenfalls registriert: ein Kuder mit der Kennung B5001m, der dem Projektteam seit Herbst 2014 bekannt ist, sowie ein Weibchen mit der Kennung R5010w, das in den beiden vergangenen Jahren südlich von Masserberg Junge hatte.

Mithilfe der Fotofallen lassen sich die Luchse auch dann noch zuverlässig nachweisen, wenn die Halsbandsender abgefallen sind. Das Team ist gespannt auf den Ausgang der Fortpflanzungszeit: Sollte es im Frühjahr Nachwuchs geben, könnten die Jungtiere ab Spätsommer ebenfalls per Fotofalle erfasst werden.