Verschollene Luchsin Vreni wieder aufgetaucht – mit Nachwuchs

07.05.2026

Vreni und Jungtier © Luchs Thüringen
Vreni und Jungtier © Luchs Thüringen

Die im August 2024 ausgewilderte Luchsin Vreni, von der lange jede Spur fehlte, ist wieder aufgetaucht – gemeinsam mit mindestens einem Jungtier.

Nach ihrer Auswilderung im Thüringer Wald im August 2024 war der Kontakt zu Vreni aufgrund eines technischen Defekts am GPS-Sender frühzeitig abgebrochen. Über ein Jahr gab es kein Lebenszeichen des Tieres. Erst durch neue Aufnahmen von Fotofallen, die im Februar und März dieses Jahres entstanden, konnte Vreni nun anhand ihrer individuellen Fellzeichnung eindeutig identifiziert werden. Eine der Aufnahmen zeigt außerdem einen jungen Luchs, der Vreni in kurzem Abstand folgt.

Das Jungtier ist bereits fast ausgewachsen, und dürfte im Frühjahr 2025 zur Welt gekommen sein. Die etwa zweijährige Vreni hat sich also schon im ersten Jahr nach ihrer Auswilderung erfolgreich fortpflanzen können. Luchse bringen einmal im Jahr, in der Regel im Mai oder Juni meist zwei bis vier Junge zur Welt.

Das Projektteam war durch die Aufnahme einer privaten Wildkamera auf Vrenis Spur gekommen, und hatte daraufhin im November 2025 begonnen, eigene Kameras in der Fläche aufzustellen. Großer Dank gilt den Jagdpächtern und Waldbesitzenden in der Region, deren Unterstützung einen entscheidenden Beitrag bei der Suche nach Vreni leistete.

Vreni stammt aus dem Wildnispark Zürich, wo sie im Frühjahr 2023 geboren wurde. Nach Beendigung des Wiederansiedelungsprojektes im Nationalpark Harz in den frühen 2000er Jahren ist Vreni die erste in menschlicher Obhut geborene Luchsin, die in Deutschland im Freiland Junge zur Welt gebracht hat. Dies ist ein großer Erfolg für den Artenschutz!